Wenn man es bislang auch lediglich vom Mann von der Straße wusste, dass für ihn Parfümerie Douglas’ alter Claim “Come in and find out” vielmehr “Komm rein und finde wieder raus” bedeutet, sollten wir Werber und Marketing-Leute uns dennoch fragen, wozu wir überhaupt Englisch in der Werbung nutzen. Selbst unsere führenden Eliten haben keinen Plan von dieser fremden Sprache.
(Möglicherweise sollte statt des Englischen lieber eine einfach zu lernende Fremdsprache als Arbeitssprache eingeführt werden. Esperanto etwa bietet nicht nur für die intellektuelle Klientel alles, was benötigt wird, sondern Gleiches auch für schlichte Gemüter. Aber das nur am Rande.)
Doch selbst diejenigen, die scheinbar Deutsch sprechen, kommen ohne fehlerhafte (Rück-)Übersetzungen aus dem Englischen mittlerweile nicht mehr aus. Da will man etwas “in 2010″ tun statt “im Jahr 2010″. Oder etwas “macht Sinn”, was nun wirklich keinen Sinn ergibt und völlig sinnlos ist. Neuerdings fangen auch noch – und das bringt mich wirklich auf die Palme – frühe Vögel Würmer, statt dass wie bisher Morgenstund Gold im Mund hat (oder wahlweise Blei im Arsch).
Allen verantwortlichen Marketern, Werbern, Textern rufe ich zu: Achtet mehr auf die Sprache! Sie hat es verdient.
Ergänzung 27. Januar 2010
Der Online-Auftritt der Süddeutschen Zeitung hat übrigens eine nette Bilderstrecke mit den lustigsten Fehlübersetzungen dämlicher englischer Werbesprüche.

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Habt Ihr Euch auch schon über schlechtes Deutsch in der Werbung oder im Marketingsprech geärgert? Kommentare sind hochgradig erwünscht!
Oettinger hat’s mittlerweile in die eine Richtung korrekt verstanden (wenn schon eine Fremdsprache nutzen, dann wenigstens richtig), Ramsauer hat’s in die andere Richtung korrekt verstanden (Schluss mit dem Denglisch-Unsinn).
Folgt dem Link:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,8022797,00.html
Und die “Hannover Zeitung” berichtet ebenfalls über Ramsauers Denglish-Kehraus.
Edit 3.10.2010:
Der Ursprungsartikel ist bei der Hannover Zeitung nicht mehr verfügbar, allerdings einer, der sich ebenfalls mit Ramsauer und seinem Kehraus beschäftigt.
Pingback: /cd:blog. | Bloggerei zu Corporate Design » Denglish, Teil 3
Dazu noch ein Link und gleichzeitig eine Empfehlung: http://redaktionsbuerofuerbildundtext.blogspot.com/2010/06/deutsch-biografie-einer-sprache.html