Glücklicherweise weiß ich, was mir gefällt. Das qualifiziert mich nämlich automatisch, alle Dinge, die mit Ästhetik zu tun haben, selbst in die Hand zu nehmen. Zum Beispiel mein Auto. Der Innenraum des Wagens gefällt mir – man sitzt bequem, die Funktionalität ist hoch und die iPhone-Anbindung ans Radio ist klasse. Aber die Karosserie – ich weiß nicht. Schwarze Familienkutsche halt. Da könnte gerne mal was Sportlicheres her. Ich denke da an ein flaches, italienisches Design in feuerrot. Aber ohne, dass ich auf den gewohnten Komfort verzichten muss.
Das Problem: Mir fehlt die Knete für einen echten italienischen Sportwagen in feuerrot.
Die Lösung: Ich baue mir meinen eigenen feuerroten italienischen Sportwagen!
Im Baumarkt gibt es Bleche zu kaufen, und einen Hammer, um diese Bleche in die gewünschte Form zu bringen, habe ich auch. Ein Freund von mir besitzt ein Schweißgerät, der hilft mir. Außerdem gibt es im Baumarkt feuerrote Sprühfarbe. Und wie preiswert das alles ist!
Zunächst werde ich das schwarze Langeweilerblech von meiner Tschechenkutsche mit der Flex abtrennen. Die Anleitung dazu gibt’s wohl im Internet. (Ui, das stinkt nach Metall.) Dann gucke ich mal, wie viele Bleche ich eigentlich brauche. (Ein paar mehr als ich dachte.) Die klopfe ich jetzt vorsichtig in Form, so dass am Ende ein italienischer Sportwagen bei herauskommt. (Okay, das Blech passt jetzt nicht mehr. Ach, klopfe ich einfach zurück in die Ausgangsform.) Anschließend schweiße ich die neuen Bleche an das Fahrgestell meines künftigen Sportwagens und sprühe alles schön rot ein.
Ich habe dann da noch diesen alten feurroter-italienischer-Sportwagen-Aufkleber aus meiner Michael-Schumacher-Kollektion (Verräter!!), den klebe ich mir auf die neue Motorhaube (natürlich erst, wenn der Sprühlack trocken ist), und schon habe ich einen Eins-A-super-duper-italienischen-Sportwagen für nicht mal dreißigtausend Euro Neupreis! Das sollen mir die Typen aus Maranello mal nachmachen.
Am Schönsten ist übrigens, seit ich meinen neuen feuerroten Italiano-Sportwagen habe, dass sich die Leute auf der Straße immer so freuen, wenn sie mich sehen.
Ach so, und wenn irgendein entfernter Bekannter mal ein Logo braucht, dann empfehle ich Euch diesen Link. Da kann man lernen, wie man als Autobauer sein Logo selber gestaltet.

Ich habe mich köstlich amüsiert, danke für diese schöne Analogie!
Ich habe übrigens im Netz noch ein fantastisches Tutorial entdeckt, nach welchem auch der Laie ganz flink ein Logo entwickeln kann, ohne den komplizierten 21-teiligen Kurs, den du verlinkt hast, durchgehen zu müssen: http://www.logodesignlove.com/best-logo-design-tutorial-ever ;-)
Das ist ja ein tolles Logo, das in diesem Tutorial besprochen wird! Super! :-D