Es fing an mit Twitter. Dort fragte ein c’t-Redakteur aus meiner Timeline, ob jemand jemanden kenne, der bei der Photoshop-Optimierung eines Fotos helfen und ein paar Tipps geben könne. Ich konnte: Es stellte sich heraus, dass es um hochwertige Aktfotografie für ein noch hochwertigeres erotisches Magazin, das Feigenblatt, ging. Die Bitte war zunächst, ein einzelnes, durchaus problematisches Foto druckfertig aufzubereiten.
Die Ausgabe erschien, und offenbar war mein Photoshop-Ausflug in die Erotik für die Auftraggeberin (Achtung: Kalauer!) ausgesprochen befriedigend: Schon in der nächsten Ausgabe optimierte ich eine komplette Aktfotostrecke und schaue bei jeder Ausgabe wenigstens einmal auf irgendein Foto drauf, um für die letzte Sicherheit zu sorgen.
Vorigen Monat lernte ich die Herausgeberin des Feigenblatts, Anja Braun (bei Twitter @brauni – folgt ihr!), schließlich persönlich kennen. Das erotische Magazin wird demnächst fünf Jahre alt, und aus diesem Anlass soll das Magazin einen vorsichtigen Relaunch erfahren. Hier sah sie allerdings ihre persönlichen Grenzen des Grafikdesigns erreicht, weshalb sie sich meiner eigentlichen Qualifikation als Gestalter entsann – schließlich komme ich ursprünglich aus einem Zeitschriftenverlag.
Gestern erteilte sie mir nun den Auftrag zum Relaunch. Und nun weiß ich nicht, was ich prickelnder finden soll – den eigentlichen Auftrag oder das Feigenblatt selbst?

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