Vor einem Monat schwärmte ich Ihnen an dieser Stelle etwas von gestärktem Corporate Design mit Webfonts vor. Vor wenigen Tagen beschäftigte mich das Thema noch einmal, diesmal im Zusammenhang mit Typografie auf Smartphones. Seither weiß spätestens der letzte meiner Leser, dass ich auf dieser Seite die wunderbare FF Meta von Erik Spiekermann einsetze.
Heute war ich wieder am b.i.b. International College und dozierte zum Thema Konzeptionen. Als Beispiel diente mein kürzlich durchgeführter Relaunch dieser Seite, den sich meine Studierenden gleich einmal auf ihren College-Notebooks von Dell ansahen. “Sieht ja furchtbar aus”, meinte einer, und eine andere sagte: “Um die Schrift herum ist ein bisschen viel Weißraum”.
Als ich mir die Seite auf den Dells anguckte, bin ich fast vom Glauben abgefallen. Das sieht nämlich so aus:
Die fiese Pixelung hat nichts mit der JPEG-Komprimierung zu tun – so sieht meine schöne Seite allen Ernstes unter Windows XP Pro SP3 und Firefox 3.5.1 aus. Sicher, beides – Windows wie Firefox – ist schon betagt, aber so sieht es im echten Leben nun einmal aus. Unter dem grausamen Internet Explorer wurde es übrigens – besser. Nicht viel, aber doch deutlich.
Jetzt interessiert mich eins, liebe Windows-Anwender, die Sie diese Seite lesen. Wie sieht die Schrift bei Ihnen aus? Bitte senden Sie mir Screenshots zu und schreiben Sie dazu, mit welcher Windows-Version und welchem Browser Sie unterwegs sind. Die E-Mail-Adresse wäre info ÄT kreativ-ackern PUNKT de. Gleichzeitig werde ich den Webfonts-Anbieter kontaktieren und nachfragen, was da los ist. Das muss sich doch wohl verbessern lassen!

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Auf diesem Bild sieht man einfache Windows-Graustufen-Kantenglättung. Dafür sind Webfonts nichts gemacht, nicht mal die gut gehinteten von FontShop International. Bessere Darstellung unter Windows ist möglich (ClearType einschalten!) und noch bessere ist bei Microsoft in Arbeit.
Ist eben ein ganz normalen Entwicklungsprozess. Die alten Computer/Betriebssysteme müssen erstmal den Geist aufgeben, bis alle über die optimale Ausstattung verfügen. Im Prinzip ist Deine Beschwerde so, als hättest du dich vor 10 Jahren erschrocken darüber beschwert, dass deine Fotos auf älteren Rechner schlecht aussehen, die nur 256 Farben können.
Webfonts sind für die Rechner von heute und morgen, nicht für die von gestern.
Ich würde solche filigranen Schriften wie die Meta dann notfalls eben nur für Überschriften nehmen und bei Fließtexten wirklich nur für die Browser zulassen, die das auch ordentlich anzeigen können.
Ah, siehste wohl, wieder was gelernt. Mal gucken, wie ich das hier hinbekomme, dass ich nur den anständigen Browsern die Meta zeige. Vielen Dank!