Wie verklapst man einen Kreativen?

Vor einigen Tagen erhielt ich folgende E-Mail. Nachdem ich die ersten Lachtränen weggewischt hatte rief ich die zur E-Mail gehörige Website auf. Die durch einen erneuten Lachanfall ausgelöste Schnappatmigkeit löste ein besorgter Büronachbar auf, indem er mir mal flott eine endotracheale Intubation androhte. Doch kommen wir zur E-Mail an sich. Deren Beantwortung geschieht hiermit anonymisiert öffentlich.

Guten Tag, Herr Pflüger,

Guten Tag Frau B.!

ich habe mir Ihre Internetpräsentation angesehen. Stil und Layout haben mich angesprochen. Worin sehen Sie Ihr Spezialgebiet?

Schön, dass Ihnen Stil und Layout gefallen. Schade jedoch, dass Sie sich auf meiner Internetpräsenz – bitte entschuldigen Sie die Korrektur, ich will nicht besserwisserisch wirken – nicht haben orientieren können. Die meisten meiner Besucher können gut mit der Navigation der Seite umgehen und finden sehr schnell nach den gesuchten Informationen. Meine Spezialgebiete hätten Sie im Menü “Leistungen” gefunden, wo ich ausführlich meine Arbeit als Corporate Designer, Gestalter und grafischen Manager darlege. Wenn Ihnen, liebe Frau B., jedoch die Muße für die laaaangen Texte fehlte, dann habe ich dafür volles Verständnis. Ist ja auch wirklich viiiiiiiel Text. So empfehle ich Ihnen einfach einen kurzen Blick in die Tagcloud.

Für den Aufbau unserer Marketing-Spezialisten-Kartei suchen wir Fachleute aus allen Bereichen der Werbebranche.

Ach, eine Marketing-Spezialisten-Kartei für Fachleute aus allen Bereichen der Werbebranche? Das klingt ja hochgradig spannend! Eine total neue Idee! So eine Art XING in klein? Und die ist im Aufbau? Kann ich schon was sehen? Ach, da steht’s ja schon:

Wir laden Sie herzlich auf unsere Homepage www.graphic-outfit.de ein.

Ihre Seite heißt graphic-outfit.de, also frei übersetzt in etwa grafisches-aeusseres.de. Und dann sieht Ihre Website, die Sie in geradezu professioneller Manier “Homepage” nennen, wirklich so aus? Mit – kein Witz – einem animierten, sich drehenden GIF einer bunten Pyramide als Logo, das auch noch rechts oben steht?

Screenshot von graphic-outfit.de (Stand: 15. August 2010)

Screenshot vom 15.08.2010

Hier, liebe Frau B., hätten Sie beinahe mein Ableben durch Sauerstoffmangel verursacht. Eine -Seite wie ein Frameset von 1995 aussehen zu lassen – dazu gehört schon einiges an absoluter Unfähigkeit. Zunächst einmal war ich drauf und dran, die Seite zu schließen und Ihre Mail als Spam zu markieren. Doch dann dachte ich mir: “Nein, guck mal weiter, das könnte etwas Schönes für dein Blog werden.” Also las ich weiter.

Unter Netzwerkpartner http://www.graphic-outfit.de/vertrieb/netzwerkpartner/ erfahren Sie, welche Spezialisten wir suchen und wie Sie Partner werden können.

Das ist schon irre, was Sie da für einen Bauchladen aufmachen wollen. Sie suchen also folgende Spezialisten:

  • , Illustratoren, Maler, Airbrusher

  • Industriefotografen, Porträtfotografen, Modelle, Bildarchiv
  • 
Bildbearbeitung/Retusche
  • 
Texter, Übersetzer
  • 
Typografen, Layouter, Produkt-Designer
  • 
Film/Video, Trickfilm, Tontechnik
  • 
PR, Vertriebe
  • 
Offsetdruck, Siebdruck, Digitaldruck

  • Druckveredelung
  • 
CD-ROM, DVD-ROM, Blu-ray Disc Erstellung, digitale Präsentationen
  • 
Stempel, Schilder/Planen
  • 
Web-Design, Web-Programmierung, Web-Animationen, Web-Optimierung
  • 
Rechtsanwälte: Internetrecht, Vertragsrecht, Urheberrecht, Patentrecht
  • 
Steuerberater
  • 
Subventionen, Förderungen, Finanzierungen, Beteiligungen

  • Schulungen
  • 
Marketingberatung, Unternehmensberatung, Sanierungsberatung
  • 
Gewerbe-Immobilien

Dem grafischen Äußeren und den textlichen Unzulänglichkeiten Ihrer gruseligen Internetpräsentation oder Homepage nach zu urteilen benötigen Sie ohne jeden Zweifel aus jedem dieser Bereiche eine Person für den Eigenbedarf. Aber was kann ich jetzt für Sie tun? Lesen wir doch mal weiter.

Die ersten 100 Partner erhalten bedeutende Vorteile:

  • Sie sparen die einmalige Aufnahmegebühr von 80 €
  • Sie sparen 3 Jahre die Mitgliedsgebühr von 120 €/Jahr

Oho! Ich erhalte die Möglichkeit, diesem exquisiten Club von Marketing-Spezialisten quasi als Gründungsmitglied beizutreten! Dafür schenken Sie mir dann den Gegenwert von 440 Euro! Ist das netto oder brutto? Gibt es einen Haken? Mal gucken:

Für diese Ersparnis erwarten wir innerhalb von 3 Jahren eine Arbeitsleistung in Ihrem Fachbereich als Entgegenkommen.

An dieser Stelle, liebe Frau B., bin ich fast zusammengeklappt. Sie erwarten eine Arbeitsleistung in meinem Fachbereich? Als Entgegenkommen für Ihre Mitgliederwerbemaßnahme? Eine Nicht-Berechnung meiner Leistung für die Mitgliedschaft in Ihrem sinistren Fachleute-Club? Nein danke, kein Bedarf. Für Arbeit gedenke ich bezahlt zu werden. Und wenn Sie überhaupt mehr als eine Handvoll Leute in Ihren Marketing-Fachleute-Club kriegen wollen, dann sollten Sie sich als erstes eine sinnvolle Marketing-Strategie für den Gegenwert von 440 Euro schenken lassen. Falls man für 440 Euro überhaupt eine sinnvolle Marketing-Strategie schreiben kann.

Eine kleine Beratungsleistung meinerseits gibt es gratis, weil Sie so eine liebe Kaltakquise-Mail geschrieben haben, liebe Frau B. Verschonen Sie mich jedoch mit einer kostenlosen Mitgliedschaft. Die will ich nicht. Hier die kostenlose Beratungsleistung: Ändern Sie entweder Ihren mit dem unseligen ® verunstalteten Firmennamen in etwas, das nichts mit “Grafik” im Sinne von “gutaussehend” zu tun hat, oder – und das wäre die bessere Alternative – beauftragen Sie einen Fachmenschen damit, der Ihre Typo3-Website vernünftig gestaltet und dafür auch vernünftig bezahlt wird. Und lassen Sie außerdem das alberne ® vom Firmennamen weg. Damit kann man Ihr Unternehmen nicht ernst nehmen. An dieses Logo sollte auch noch mal jemand ran, der sich mit sowas auskennt, und nein, ein Logo gibt’s bei mir nicht für 500 Euro. Ich bin nämlich ein seriöser Anbieter und denke mir was bei meiner Arbeit.

Fragen? Anregungen?
Dann zögern Sie nicht, uns anzurufen oder senden Sie uns eine E-Mail.

Da Sie meine Website ja nun kennen und sicherlich auch die Backlinks auf Ihre Seite auswerten, ist das wohl nicht nötig. Für eine Neu-Konzeption Ihrer Website und Ihrer Marketing-Strategie stehe ich Ihnen mit meinem überaus engmaschigen Netzwerk an kompetenten Marketing-Fachleuten gerne kostenpflichtig zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen
Petra B.

Die Verabschiedung, liebe Frau B., finde ich sehr sympathisch. So ähnlich ist mein E-Mail-Schluss auch immer. Aber der Versuch, Kreative zu verklapsen, indem man ihnen per illegaler E-Mail-Kaltakquise einen Mehrwert suggeriert, um sie hernach in den unbezahlten Frondienst zu zwingen, den finde ich absolut daneben und rechtlich zudem hochgradig fragwürdig. Aber Sie suchen ja auch Anwälte und haben sicherlich auch welche mit einer Mail wie dieser angeschrieben. Von denen werden Sie dann bestimmt hören.

Übrigens: Es kommt nicht sonderlich professionell rüber, wenn man für eine Werbe-E-Mail eine kostenlose web.de-Adresse benutzt. Noch weniger professionell ist der Tippfehler in der Firmenadresse Ihres Impressums. Die schöne Stadt Stößen liegt nämlich nicht im Bugenlandkreis, sondern im Burgenlandkreis. Burg wie Ritterburg. Nicht Bug wie Schiffsnase. Und diese Hinweise waren schon wieder gratis.

Beste Grüße aus Hannover,
Gero Pflüger

Kommentare

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About Gero Pflüger

Elf Jahre lang, davon lange in Führungspositionen, war ich als Grafiker bei einem europaweit tätigen Finanzdienstleister beschäftigt und dort zuständig für den Firmenauftritt. Seit 2007 bin ich selbstständiger Berater für Corporate Design in Hannover.
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18 Responses to Wie verklapst man einen Kreativen?

  1. ©®™ werden ja immer wieder gerne und komplett sinnfrei benutzt. Über die rechtlichen Umstände macht sich diese Menschen keinen Kopf. Sieht halt toll aus. In dem Zusammenhang werden ja auch immer wieder gerne die Bedingungen des deutschen Urheberrechts ad absurdum geführt.
    Schöne Glosse, Gero!

  2. schoschie says:

    Sollte ich neidisch sein, dass ich das Angebot nicht bekommen habe? :)

  3. Sehr schön geschrieben. Viel Arbeit für ein bisschen Spaß und Wahrheit.
    Mehr davon :D

  4. tj says:

    hallo herr »kollege«,

    so richtig weit ausholen sollten sie aber dennoch nicht, denn die glasscheibe ihres hauses ist nicht so weit entfernt, wie sie vielleicht meinen. ;)

    auf der »suche« nach einem kompetenten partner, der das auch beweisen kann, wäre ihre seite aus verschiedenene gründen sehr schnell wieder zu, da es in der tat etwas schwierig ist, herauszubekommen, was warme luft ist und was echte professionelle kompetenz.

    oh verstehen sie mich bitte nicht falsch, der von ihnen geschilderte sachverhalt ist in der tat recht amüsant … für 5 sek. ihre entrüstung über das geschäftsmodell kann ich auch verstehen, da sind wir absolut auf einer linie, nur ist ihre replik leider gottes ähnlich amüsant. für 15 sek.!

    mit besten wünschen aus dortmund
    TJ

  5. @ Florian Schommertz:
    Dankeschön und gerne wieder!

    @ tj:
    Mal Butter bei die Fische! Konkreter werden! Ich freue mich auf konstruktive Kritik!

  6. tj says:

    es beginnt damit, dass sie vorgeben grafiker zu sein. gut und schön, nur ist »grafiker« kein geschützter begriff. was soll ich mir darunter vorstellen, was für ein grafiker sie sind? eigentlich müsste ich das aus ihrem »ich«-text erfahren, bin allerdings nach der überflüssig langen einleitung schon nicht mehr interessiert oder kurz, wie sie selber gesagt haben: »butter bei die fische«.

    in anbetracht der tatsache, dass diese seite hier die einzige ist, sie aber als grafiker unterwegs sind, sehe ich wirklich zu wenige arbeiten. selbst die google-suche ist nicht unbedingt früchtebringend.

    wenn ich richtig recherschiert habe, waren sie beim AWD tätig, woraus ich schließen muss, sie haben nach manual gearbeitet. alles schön vorgegeben, mit gewissen spielräumen zwar, aber echte gestalterische kompetenz erricht man so nicht ungedingt.
    ich vermute sie können gut verkaufen, ihre ideen, was wunderbar ist.

    aber um ehrlich zu sein, würde ich diese ideen auch gerne sehen wollen, auch als interessierter unternehmer. wenn ich die gestaltung des blogs als referenz nehme, kommen mir da zweifel. wo zeigen sie HIER ihre kompeten?

    sie reden nur, scheint es. das ist ein wenig schade, wenn es immer nur beim reden bleibt, wo doch auch bilder/abbildungen eine menge erzählen können.

    genug butter?

    ps.: ich finde es gut, dass sie sich der kritik stellen. :)

  7. Am Besten finde ich immer noch Albert und Albertine – natürlich nur echt mit einem © dran. Und die “Replikationen” von DVDs.

  8. Die Benutzung von Groß- und Kleinschreibung sowie einer Rechtschreibprüfung ist auch nicht unbedingt jedem gegeben.

  9. @ tj:
    Ja, das ist Butter an den Fischen, und konstruktive Kritik anzunehmen finde ich wichtig, da man sonst nicht lernen kann und irgendwann zum Ewiggestrigen gehört. Habe ich nicht so die rechte Lust drauf. :)

    Zunächst einmal gebe ich nicht vor, Grafiker zu sein, sondern ich bin tatsächlich einer. Doch das ist gar nicht entscheidend, da mehr und mehr das Vernetzen kreativer Leistungsträger zu meinem Tätigkeitsschwerpunkt wird. Was genau ich als Grafiker anbiete, erfahren Sie übrigens nicht bei „Ich“ (dort geht es eher um meine Person bzw. um das, was ich gewillt bin, von mir einfach so öffentlich preiszugeben), sondern im Navigationspunkt „Leistungen“. Grafische Einzelarbeiten kommen natürlich haufenweise vor, sind aber meist nicht so spektakulär, dass man sie unbedingt hier zeigen müsste.

    Weshalb Sie von mir keine weiteren Seiten im Web finden liegt darin begründet, dass ich selbst weder Webdesign noch -programmierung betreibe, sondern damit im Sinne meiner Kunden Leute beauftrage, die das besser können als ich. Ausnahme: diese auf Blogtechnik basierende Seite, die erst seit einigen Wochen online ist. Und ja, da sind noch ein paar Sachen, die mich selber nerven (Webfonts werden unter Windows nicht korrekt gerendert, und ein paar WordPress-Einstellungen treiben mich auch noch in den Wahnsinn etc.). Da gehe ich dran, sobald ich dafür Zeit und Muße habe. Bis dahin bin ich leider ein Schuster mit schlechten Leisten.

    Ja, ich war bei AWD tätig, und als ich dort Mitte der 1990er Jahre anfing, wollte ich auch nur zwei Jahre bleiben. Es wurden über zehn Jahre, denn von „nach Manual arbeiten“ konnte überhaupt keine Rede sein. Allein durch die Incentives, die permanent liefen, die diversen Tochterunternehmen, die betreut wurden, die diversen Privataufträge aus Geschäftsführung und Vorstand, kann die In-House-Grafik von AWD locker mit Auftragsvolumen und -vielfalt einer kleinen Großstadt-Agentur mithalten. Mit dem ergänzenden Vorteil, dass ich den Umgang mit den gefürchteten CD-Zwängen von der Pike auf lernen konnte.

    Referenzprojekte habe ich drei Jahre lang online stehen gehabt – um genau zu sein bis vor ein paar Wochen. Aber ich habe mich entschieden, keine Arbeiten mehr zu zeigen, sondern nur noch die Kunden zu nennen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen merkte ich, dass ich die Referenzen zeitlich nicht regelmäßig nachhalten konnte. Der wichtigere Grund aber ist, dass der Irrglaube herrscht, durch gezeigte Arbeiten würde ich meinen „Stil“ zeigen können. Das mag bei Illustratoren funktionieren, aber nicht bei kompletten CD-Dienstleistungen. Ein Corporate Design richtet sich zu stark nach der Corporate Identity des jeweiligen Kunden als dass hier mein individueller Stil in irgendeiner Form von Relevanz sein darf.

    Dennoch nehme ich Ihre Anregung auf und schaue mal, wie ich Ihrem nachvollziehbarem Wunsch nach mehr Bildern entsprechen kann. Geben Sie mir aber ein bisschen Zeit – habe mal wieder ordentlich was um die Ohren.

  10. tj says:

    @tom ruthemann:

    zur groß- und kleinschreibung, die ich sehr wohl beherrsche.

    http://www.amazon.de/Typographie-Otl-Aicher/dp/3874396835/ref=sr_1_8?s=gateway&ie=UTF8&qid=1285788229&sr=8-8

    die texte sind immer on the fly geschrieben, da kommen fehler vor. sorry.

  11. Ach, der Schwager von Hans und Sophie Scholl, der auf so tragische Weise ums Leben kam und daher nicht mehr mit ansehen musste, wie seine an sich wunderbare Rotis massenhaft verschlissen wurde.

    Zum Sachverhalt:

    Ich bezweifele, dass im Innenteil des Werkes auf korrekte Groß- und Kleinschreibung verzichtet wird.

    Wenn ein Gestalter die Rechtschreibregeln ignoriert, setzt er damit natürlich keinen Standard, sondern erzielt einen bestimmten (und hoffentlich gewünschten) Effekt. Das fällt dann wohl eher unter künstlerische Freiheit. Da greift dann der Satz von Kurt Weidemann: „Ein Künstler macht, was er will. Ein Designer will, was er macht.“

  12. tj says:

    doch aicher schreibt dort konsequent klein. das machen aber auch andere wirklich fantastische agenturen, zum beispiel hauserlacour(.de).

    rotis: anderes thema. muss man einsetzen können, sonst gehts daneben. hat macken das gute stück.

    aber sie sollten das buch mal lesen. man muss aicher nicht in allen punkten zustimmen, seine gestaltungskraft und seine ideen sind nach wie vor triebkraft für sehr viele gestaltungen. nicht umsonst gelten seine arbeiten als zeitlos.

  13. Otl Aichers Arbeiten schätze ich sehr. In der Tat gilt sein Werk als zeitlos. Das kann man von den Carsons und Brodys dieser Welt ja eher nicht behaupten.

    Nun ist natürlich die provokante Frage, lieber tj, weshalb Sie Aicher im Punkte Kleinschreibung nachäffen. Haben Sie kein eigenes Alleinstellungsmerkmal?

    Nebenbei bemerkt: Ich bin ebenso für eine deutliche Änderung der deutschen Groß-/Kleinschreibregeln wie ich für die Abschaffung des „ß“ bin.

  14. tj says:

    carson und brody waren auch nie konzeptarbeiter, eher baucharbeiter, was der ganzen sache aber keinen abbruch tut. :)

    hmm weniger nachäffen. ich schreibe im web tatsächlich alles klein, nur eigennamen oder hervorhebungen groß. in der regel bekommen kunden auch (nach einiger zeit und gutem verhältnis) mails in kleinschreibung. gemischte schreibweise deutet bei mir schonmal daraufhin, dass ich insgesamt eine sache etwas ernster sehe. :) ich denke mit der passenden schrift, zab, etc. klappt das auch mit reiner kleinschreibung mit dem erfassen des inhalts.

    ß / versal-ß bin ich auf ihrer linie!

    so jetzt muss ich aber studenten füttern und wenn sie hunger haben sollten, empfehle ich das »prachtstück« in ihrer heimatstadt.

    einen schönen tag.

  15. Nun, selbst Eigennamen schreiben Sie nicht zwingend groß („carson“, „brody“), aber mir ist das eigentlich eh total wurscht, wie jemand in seiner persönlicher Korrespondenz schreibt. Ich selber handhabe das eben anders – nämlich strikt konservativ mit großem Bemühen um richtige Schreibweise. Das mag aber daran liegen, dass ich kein (bzw. nur sehr selten) Baucharbeiter bin, sondern eher konstruktivistisch unterwegs bin.

    Ich gehe auch gleich Studenten füttern, Herr Kollege :)

    Und das Prachtstück kenne ich noch gar nicht – wär mal was für‘n Twittagessen. Danke für den Tipp!

  16. Oliver says:

    Vielen Dank für diese amüsanten 10 Minuten. :-)

    PS: Ich bin für die Beibehaltung des ß.

  17. Gern geschehen, Oliver!

    Wer das ß behalten will, der frisst auch kleinen Kindern das Tannenzäpfle-Schild weg.

  18. Karl R. says:

    Hmm, sehr interessant. Tolle Erklärungen! DAnke für diesen Artikel.