Schon wieder eine super Praktikantin

Wichtiger Hinweis

Praktikumsplätze

Leider stehen keine Praktikumsplätze mehr zur Verfügung. Wir bitten von Bewerbungen abzusehen.

Irgendwie scheine ich bei der Auswahl meiner Praktikanten ein goldenes Händchen zu haben. Bislang war jede und jeder, den ich hatte, ganz außergewöhnlich gut. Auch diesmal erwies sich meine Schülerpraktikantin Mieke Luise Saßmann, 15 Jahre, aus einer 10. Klasse an der Käthe-Kollwitz-Schule in Hannover als unglaublich talentiert, wissbegierig und lernwillig. Hier ist ihr Bericht:

Wie jeder in der zehnten Klasse musste auch ich (Mieke Luise Saßmann, 15 Jahre) ein Betriebspraktikum machen. Als es dann hieß, es sei an der Zeit, sich einen Praktikumsplatz zu suchen, habe ich mir als erstes überlegt, in welche Richtung ich gerne gehen würde. Da ich gerne gestalte und etwas machen wollte, was mir Spaß macht, bin ich auf den Beruf des Grafikdesigners gekommen. Daraufhin habe ich im Internet geguckt, welche Betriebe für mich in Frage kämen. Die Internetseite von Gero Pflügers Agentur »pflüger : kreativ ackern.« hat mich besonders angesprochen, da ich den Vergleich zwischen dem Kleiderschrank und Coporate Design überraschend und treffend fand.

Über einen Anruf erfuhr ich, dass die Agentur Schülerpraktika anbietet. Nachdem ich meine Bewerbung eingereicht hatte, wurde ich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. Glücklicherweise bekam ich den Praktikumsplatz.

Während der zwei Wochen saß ich zusammen mit einer anderen Praktikantin in einem Raum. Das war sehr praktisch, denn ich hatte natürlich öfter mal eine Frage. Ich hatte einen eigenen Schreibtisch und einen Computer, an dem ich in der ersten Woche die Liste mit Aufgaben, die mir mein Betreuer gestellt hat, bearbeitet habe. Die Aufgaben waren sehr interessant und haben mir einen guten Einblick in den Beruf des Grafikdesigners ermöglicht. Ich habe unter anderem Weihnachtskarten, eine Geburtstagseinladung, ein Logo und eine Visitenkarte designt und eine Seite aus einer Zeitschrift sowie mein eigenes Gesicht mit Hilfe eines Grafikprogramms (»Illustrator«) nachgezeichnet. Die Atmosphäre beim Arbeiten war sehr aufgeschlossen und freundlich. Ich durfte viel aus- und herumprobieren, was mir viel Spaß gemacht hat.

Eine andere, sehr interessante Aufgabe war, eine Anleitung für das Telefon einer älteren Dame zu schreiben. Da die Anleitung tatsächlich benutzt werden sollte, war das eine ganz andere Erfahrung.

In der zweiten Woche durfte ich bei einem Kundengespräch dabei sein. Der Kunde war eine Restaurantbesitzerin. Es wurde der Druck von neuen Tischsets sowie neuen Foldern besprochen, außerdem die Aktualisierung der Internetseite. Ein besonderes Weihnachtsmenü war auch Thema und was ich besonders interessant fand, waren die Messen in Hannover. Es ging darum, auch englischsprachige Gäste auf das Restaurant aufmerksam zu machen, z. B. durch Anzeigen bei Facebook. Bei einem Kundengespräch dabei zu sein, war für mich etwas Besonderes, da ich so etwas noch nie vorher gesehen habe. Ich konnte sehen, wie der Kunde und der Designer beide Ideen beisteuern und dann zusammen besprechen, wie man diese umsetzen kann.

In der Zeit meines Praktikums habe ich einen interessanten Eindruck von dem Beruf des Grafikers erhalten. Die zwei Wochen waren für mich sehr spannend und gingen viel zu schnell vorbei!

Mieke hat bei ihrer Bewerbung alles richtig gemacht und ist deshalb bei mir genommen worden. Da ich nach fünf Jahren als Dozent am b.i.b. International College in Hannover weiß, woran es bei der Suche nach einem Praktikumsplatz hapert, hier einige Bewerbungstipps:

1. Mindestens sechs Monate vor Beginn des Praktikums anfangen, Betriebe herauszusuchen und Bewerbungsunterlagen fertigstellen. Richtig: sechs Monate vorher.
2. Im Betrieb anrufen und sich durchstellen lassen. Meist muss man mit der für das Personal zuständigen Person sprechen, gelegentlich mit dem Leiter der Abteilung, in die man möchte. Ansprechpartner und dessen Telefonnummer und ggf. Mail-Adresse unbedingt notieren.
3. Fragen, ob es im gewünschten Zeitraum überhaupt möglich ist, ein Praktikum zu machen.
4. Wenn ja, fragen, wann man die Bewerbungsunterlagen vorbeibringen dürfe.
5. Bewerbungsunterlagen vorbeibringen (oder, wenn gewünscht, zuschicken – nur auf Aufforderung per E-Mail, sonst korrekt frankiert per Post).
6. Bewerbungsunterlagen tiptop, ohne Knicke oder Rechtschreibfehler in der gewünschten Form, nach Möglichkeit persönlich, abgeben.
7. Nach zwei Wochen ohne Info des Betriebes beim Ansprechpartner telefonisch nachfragen, ob er schon die Möglichkeit hatte, die Unterlagen zu sichten.
8. Gegebenenfalls nach einer weiteren Woche noch einmal nachfragen.
9. Gegebenenfalls regelmäßig in kürzer werdenden Abständen nachfragen. Dabei allzeit freundlich bleiben. Immer daran denken: Du willst was von denen und Du bist denen mit Deinem Anliegen nicht annähernd so wichtig wie Du meinst.
10. Fahre niemals eingleisig – bewirb Dich bei möglichst vielen Unternehmen. Wenn Du mehrere Angebote bekommst, entscheide Dich rechtzeitig und bleibe auch dabei. Sage den anderen Unternehmen ab – andere suchen auch nach einem Praktikumsplatz.

Viel Erfolg! Und was Mieke angeht: jederzeit wieder!